Medusa – Selbstporträt als grafische Serie Auf der Grundlage der zeichnerischen Übungen der letzten Stunde entwickelst du nun eine eigene künstlerische Arbeit, in der du dich selbst als Medusa inszenierst. Mythologischer Hintergrund (Kurzfassung) Medusa ist eine Figur der griechischen Mythologie. Sie wird häufig als Monster mit Schlangenhaaren dargestellt, dessen Blick Menschen zu Stein erstarren lässt. Ursprünglich war Medusa jedoch ein Mensch. In vielen Überlieferungen steht sie für eine Verwandlung, die mit Verletzung, Macht und Abwehr verbunden ist. Der versteinernde Blick kann dabei unterschiedlich gelesen werden: - als Bedrohung, - aber auch als Schutzmechanismus, der Distanz schafft und Angriffe abwehrt. In der Kunstgeschichte wurde Medusa immer wieder neu interpretiert: als Monster, als Opfer, als Schutzfigur oder als Spiegel innerer Zustände. Praktischer Arbeitsauftrag: Gestalte auf Grundlage von zwei deiner Übungszeichnungen eine Serie aus zusätzlich zwei grafischen Arbeiten (Zeichnung und Mosgummidruck), die jeweils eine eigenständige Darstellung deiner Medusa zeigen. - Beide Arbeiten sollen unterschiedlichen grafischen Verfahren folgen (z. B. eher naturalistisch ↔ stark abstrahiert oder experimentell). - Die Arbeiten sollen sich außerdem in der Komposition unterscheiden (z. B. Ausschnitt, Ansicht, Nähe/Distanz, Fragmentierung). Die Medusa dient dabei nicht als feste Vorlage, sondern als Bildidee, die du individuell auf dich beziehst, um eigene Haltungen, Spannungen See more