Ein impressionistisches Gemälde zeigt das Innere der verfallenen Kirche St. Georg in Lukova. Die Perspektive stammt aus der letzten Reihe der Kirchenbänke, genau in der Mittelachse ausgerichtet auf den Altar. Links und rechts des Mittelgangs sitzen die bekannten Gipsfiguren, verhüllt in lange, weiße Laken. Sie wirken wie schweigende, leicht gebückte Geistergestalten. Die Stoffhüllen legen sich in weichen, breiten Falten über die Körper, die Gesichter bleiben vollständig im Schatten verborgen. Das Licht in den Bankreihen ist deutlich gedämpft: gedunkelte braune und graue Farbtöne, impressionistisch verschwommen, lassen die Gestalten wie schemenhafte Silhouetten erscheinen. Der Mittelgang führt in warmen erdigen Tönen zum Altar hin, wo ein prächtiges Dahlienarrangement aus Weiß, Orange, Dunkelrot und zarten Rosatönen aufgestellt ist. Die Farben wirken vibrierend, als ob sie vom Pinsel nur angerissen und in den Raum hineingewischt wurden. Durch das runde Rosettenfenster über dem Altar fällt ein starkes, warmes, goldweißes Licht. Es bricht in weichen Strahlen hervor und beleuchtet das Paar, das direkt davor steht. Um sie herum entsteht eine Art auratischer Lichthof, der sich in leichten Farbschlieren über den Kirchenboden legt. Links steht die Braut: – Sie trägt einen schlichten, langen weißen Rock und ein weißes Oberteil mit Carmenausschnitt. – Ihre dunkelblonden Haare sind zu einem hohen Zopf gebunden; einige weich gelockte Strähnen umrahmen sanft ihr Gesicht. – Ihre Taille See more